8 Gründe warum ich “Fifty Shades of Grey” nicht lese und auch den Film dazu nicht anschauen werde!

Ich hab lange überlegt, ob ich mich zu Christian Grey und seinen 50 Shades äußern soll – oder nicht! Nachdem die Presse schon 2012 den ersten Teil der Trilogie äußerst kontrovers beurteilt hatte, wird auch der Film, der diese Woche in den Kinos anläuft und bereits in Berlin eine Woche ausverkauft ist, die Meinungen polarisieren.

Letzte Woche fragte mich eine Freundin dann, ob ich am Valentinstag mit ihr “Fifty Shades of Grey – Geheimes Verlangen” anschauen möchte. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich nicht Nichts dazu sagen kann, warum ich mir diesen Film nicht ansehen werde.

Hat es mich gereizt, das Buch zu lesen – oh ja, und wie! Und würde ich mir aus purer Neugierde gerne den Film ansehen – auch dazu kann ich mein Ja geben. Dennoch entscheide ich mich ganz bewusst als Frau, Ehefrau und Mutter es nicht zu tun. Denn nicht alles, was reizvoll, interessant und auch attraktiv erscheint, ist hilfreich, bereichernd und gesund!

Abgesehen davon ist es äußerst leicht auf den Trailer des Filmes hereinzufallen, der sich auf die Romanze konzentriert und dabei den wirklichen Fokus des Buches vernachlässigt. Der Film hat nicht ohne Grund eine Altersbeschränkung von 16 Jahren. Und: Die Kinos sind dieses Mal auch tatsächlich gebeten worden, eine genaue Ausweiskontrolle vorzunehmen.

 

Wer wie ich das Buch nicht gelesen hat, hier eine kurze Inhaltsangabe des ersten Teils:

Ana (Anastasia Stelle), 21 Jahre jung, attraktiv, etwas naiv und noch Jungfrau, lernt bei einem Interview Christian Grey, 27 Jahre alt, Multimillionär, ebenso attraktiv, selbstbewusst und äußerst sexerfahren, kennen. Was sie nicht weiß und erst viel später erfährt, nachdem sie ihm bereits komplett verfallen ist, dass Christian aufgrund seiner traumatischen Kindheit, in welcher er verwahrlost sowie körperlich und sexuell misshandelt wurde, eine sexuelle Neigung zu BDSM Spielen (Bondage, Dominanz, Sadismus, Unterwerfung und Masochismus) entwickelt hat. Ana lässt sich auf einen Sexvertrag mit Christian ein, der sie nicht nur zu seinen besonderen Praktiken bis ins Detail verpflichtet, sondern auch ihre Körperpflege, Kleiderwahl, Leibesertüchtigung und Ernährungspraxis festlegt. Sie erhofft sich im Austausch dafür eine tiefere Beziehung und mehr Nähe zu ihm. Christian merkt schließlich, nachdem er sich lange gegen seine Gefühle zur Wehr gesetzt hat, dass er doch mehr für Ana empfindet als bloße Dominanz.

 

Nun zu meinen Gründen, warum ich die Bücher nicht lesen und mir auch den Film nicht anschauen werde.

Grund #1: Die Trilogie “Fifty Shades of Grey” wird unter Erotische Literatur – in Amerika als Mommy Porn (Mütter-Porno) bezeichnet – eingeordnet und beabsichtigt laut Definition nichts weiter als den Leser sexuell zu erregen. Ich meine, mal ganz ehrlich: Wer kennt es nicht, dass ihn eine Sexszene in einer romantischen Komödie schneller antörnt, als der eigene Partner im Bett???!! Autsch! Genau, das ist das Problem von erotischer Literatur und pornographischen Inhalten. Wir geilen uns am Sex von unbekannten, inszenierten, unrealistischen Paaren auf und wundern uns dann, dass im eigenen Schlafzimmer nicht mehr viel und zu selten noch was läuft!

Grund #2: Wie extrem übertrieben war nochmal die Sexszene in “Mr. & Mrs. Smith” nachdem sie gerade ihre komplette Inneneinrichtung unter Kugelhagel selbst zerstört hatten! John und Jane oder besser Angelina Jolie und Brad Pitt treiben es da ausgelassen auf der Küchenablage, an der Flurwand, auf der Kommode, zwischen Scherben, mit sexy Blutspuren im Gesicht. Viel Spaß beim Imitieren!

Bei erotischen und pornografischen Szenen, ob nun in der Literatur oder im Film haben wir es fast ausschließlich mit überspitzten, retouschierten und im wahren Leben unrealisierbaren Momentaufnahmen zu tun. Wer kann und will da mithalten.

Abgesehen davon besitzen die Darsteller makellose, akrobatisch-athletische Körper und sind allzeit und überall bereit. So “realitätsnah glaubhaft”!!  Da kann der eigene Vergleich nur verlieren.

Irgendwie würde es mich überhaupt nicht wundern, wenn der Film und das Buch nicht annähernd so erfolgreich wären, wenn der Hauptcharakter Christian Grey schleimig, arbeitslos, vielleicht sogar ein ehemaliger Strafgefangener, mit unrasiertem Hipster Bart und Zahnlücke wäre. Würde uns der Sex dann noch genauso so erregen oder würden wir es möglicherweise dann so sehen, wie es tatsächlich ist – abartig, gewaltverherrlichend, ekelhaft und einfach nur plump. Warum tolerieren und applaudieren wir einen derartig beunruhigenden Storyplot? Nur weil Mr. Grey als reicher, attraktiver und begehrenswerter Single daherkommt?!

Grund #3: Dieser Fakt hat mich nun wirklich geschockt. Man müsse ja meinen, dass alle Frauen, nachdem sie das Buch gelesen haben, zu ihrem Mann/Partner hingehen und ihm ihre neu errungene Sexlust offenbaren und dann mit ihnen umsetzen würden, oder? Leider sprechen Zahlen für eine andere Entwicklung. Nachdem das erste Buch immer populärer wurde, stellte man fest, dass auch die Anmeldungen auf  Webseiten zur Vermittlung von Sexaffären deutlich anstieg. Auf einer Seite wurde sogar beobachtet, dass das Interesse insbesondere an BDSM deutlich stieg, die Klienten aber Angst davor hatten, ihre Ehe- oder Lebenspartner zu fragen, ob diese selbst dazu bereit wären. Wenn du dein Sexleben aufpeppen möchtest, sind erotische und pornografische Bücher und Filme ein riskanter Weg dahin.

Zwei amerikanische Frauen, Dr. Juli Slattery (klinische Psychologin) und Dannah Gresh (Sex Pädagogin und Autorin), haben ein Buch geschrieben, um Paaren zu helfen, die ihr Sexleben neu aufleben und verbessern möchten. Sie bieten an, deine “Fifty Shades of Grey” Ausgabe mit ihrem “Pulling back the Shades” Ratgeber einzutauschen. Hier findest du alle weiteren Infos dazu!

Grund #4: BDSM! Was ist das eigentlich genau? Bondage, Dominanz, Sadismus, Unterwerfung, Masochismus. Wenn du diese Wörter bisher noch nicht gehört oder gelesen hast, dann hast du nicht wirklich viel verpasst. Ich persönlich glaube, dass unsere Sexualität dazu da ist, sich einander am anderen zu erfreuen, ein Miteinander, eine Partnerschaft, die durch authentische Liebe und Hingabe verstärkt und bereichert wird und die auf gar keinen Fall den Partner demütigen, beschämen, erniedrigen oder gar verletzen sollte.

Grund #5: Nachdem ich mir mehrere Rezensionen durchgelesen habe, muss ich feststellen, dass “Fifty Shades of Grey” eindeutig sexuellen Missbrauch verharmlost. Ana kommt in dieser Geschichte die Rolle des Aschenputtels zu, die ausreichend Qual und Beleidigung ertragen muss, um letztlich den Preis des Happy Endings á la “und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Zeiten” entgegen nehmen zu dürfen. Na herzlichen Glückwunsch! Damit wird nicht nur ein absolut zweifelhaftes und marodes Ende inszeniert, sondern auch eine falsche Toleranz gegenüber Misshandlungen gepredigt.

Zudem weist Ana ihren Christian anscheinend selbst darauf hin, dass sie seine Kindheitserfahrung als eindeutige Kindesmisshandlung einordnet und sich selbstverständlich darüber wundert, warum dieser immer noch im “guten” Verhältnis zu seiner deutlich älteren Domina, einer Freundin seiner Mutter, die widerum eine Prostituierte war, steht. Diese Freundin  benutzte ihn zwischen seinem 15 und 21 Lebensjahr als Sexsklaven, was ihn zu dem “sexy Biest” gemacht hat, der er heute ist. Christians offensichtlich geschädigte Psyche wird als völlig normal dargestellt. Grandios – denn das könnte dann ja bedeuten, dass  Missbrauch vielleicht doch kein Verbrechen ist, sondern aus einem Menschen ein begehrenswertes und erfolgreiches Alphatier macht.

Grund #6: Was für eine fabelhaft blendende Lüge! Wenn du dich einem Mann nur bedingungslos sexuell hingibst, dann wird er dich irgendwann auch an/in sein Herz lassen. Leider entspricht das nicht wirklich immer den Erfahrungen, die mir oft junge Mädchen unter Tränen berichten. Er wollte Sex, sie noch warten, dann hat sie es doch getan und jetzt ist er nicht mehr interessiert.

Ana lässt sich auf das gewagte Sex – Experiment ein, weil sie sich Nähe und eine tiefere Beziehung zu Christian erhofft. Sie lässt sich psychisch und physisch misshandeln, um dann schließlich doch noch sein Herz zu gewinnen. Schön, dass es bei Ana und Christian “klappt”.

Ich habe keine Probleme mit einem Sex – Experiment, allerdings würde ich euch eher dieses Sexperiment vorschlagen, als das, was Christian Ana anbietet.

Grund #7: Die Autorin selbst wäre beschämt, wenn ihre Söhne die Bücher lesen würden. Wenn das kein guter Grund ist?! Schau dir das Interview mit ihr an, wenn du mir nicht glaubst. Hier findest du es!

Grund #8: Heute Nacht ist die Premiere für den Film zu “Fifty Shades of Grey – Geheimes Verlangen”. Einen Tag vor dem Valentinstag wird er dann in allen Kinosälen zu sehen sein. Doch was hat “Fifty Shades of Grey” mit dem Valentinstag, dem Tag der Verliebten, gemeinsam? Nichts, rein gar nichts!

Am Valentinstag feiern wir die Liebenden – aufrichtige Zuneigung, Zweisamkeit und Romantik. Der Tag hält hier leider nur als gute Werbemasche hin. Und es funktioniert! “Fifty Shades of Grey” ist keine Liebesgeschichte, sondern nicht mehr als eine Sexstory, die vielleicht noch in die literarische Gattung der Märchen eingeordnet werden kann.

 

Überleg einmal, ob DU als Frau tatsächlich den Sexvertrag von Christian Grey unterschrieben hättest und dann frag dich nochmal, ob du deine Zeit, dein Geld und potenziell auch deine Beziehung für ein paar feuchtfröhliche Momente – um genau zu sein für 2 Stunden und 5 Minuten – einsetzen willst?

Und wenn sogar Christian Grey zu seiner betörenden Ana sagt: “Lass die Hände von mir, ich bin nichts für dich”, dann sollten wir diese Warnung vielleicht auch beherzigen.

Ich für meinen Teil werde mir lieber überlegen, wie ich das Sexleben mit meinem Ehemann erfrischen und aufpeppen kann, als mich beim Anblick von Christian Grey’s BDSM Praktiken selbst zu befriediegen.

 

In diesem Sinne – Happy Valentine’s Day!

 

 

17 Gedanken zu „8 Gründe warum ich “Fifty Shades of Grey” nicht lese und auch den Film dazu nicht anschauen werde!“

  1. Das Problem, was ich dabei sehe, ist teilweise deinem #5. Ich glaube schon, dass BDSM eine Sexpraktik ist, die jeder gerne ausführen kann, sofern er/sie sich bereit dazu sieht und es auch als Lust am Sexualleben empfindet und es nicht tut, um dem Partner/der Partnerin zu gefallen. Wenn allerdings stimmt, was man so liest/hört (ich habe das Buch selbst nicht gelesen), dann wird in diesem Buch tatsächlich mehr Missbrauch verherrlicht als über BDSM gesprochen. Man munkelt da von Alkohol, um die Dame zugänglicher zu stimmen, Safe Words zu ignorieren, sie zu Praktiken zu zwingen, in die sie nie eingewillt hat oder würde, sie nach solchen “Sessions” allein lassen und sie bestrafen, wenn sie nicht einwilligt. BDSM lebt von Zuneigung und TIEFSTEM VERTRAUEN und man darf nie, niemals das Vertrauen eines Partners verletzen, der sich freiwillig unterordnet. Klar würde ich den Film auch schon irgendwie gerne sehen. Aber dann kann man sich auch getrost eine Liebeskomödie ansehen und sich dort über die zeitweiligen Sexszenen erfreuen, um Missbrauch anzuschauen muss man ja nur die Nachrichten einschalten…

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  2. So ich kann leider die Beine nicht stillhalten, muss jetzt auch noch mal meine Meinung dazu sagen was mich an diesen Romanen stört.
    Ich bin seit längerem überzeugter Single. Leider finde ich herkömmlicher Pornographie total plump und unerregend.
    Ich weiß nicht woher er dieses Klischee kommt das die Sexualität eines Mannes so einfach wäre, nach dem Motto setzt ihn ein blondes Dummchen mit dicken Busen vor und er ist schon zufrieden…
    bei diesen neueren Moderomanen muss ich leider sagen, dass sie total auf über- emanzipierte Frauen ausgelegt sind. Ebenfalls leider nicht für mich total abtörnend…
    Was wirklich fehlt in dieser Welt ist jemand der sich dessen bewusst ist und sich damit beschäftigt das auch die Sexualität eines Mannes anspruchsvoll sein kann und daraufhin eine vernünftige Literatur entwickelt.
    Wir leben leider in einer Welt wo die ganze Zeit nur gekrischen wird die Sexualität einer Frau wäre so kompliziert. Und die Frauen denken leider immer noch dass der Mann klischeemäßig so einfach gestrickt ist wie es manchmal dargestellt wird.

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  3. Ich habe mit große Interesse ihre Berich gelesen. Aber ich kann nicht verstehen wie kann man ein Bericht schreiben nicht vorher das Buch die drei Bücher durchgelesen haben. Sie können nicht kritisieren wenn sie selber die Bücher nicht gelesen haben.
    So wie sie beschreiben das ist ein Horror und Cristian Grey ist Sexualtäter.

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    • Genau so sehe ich das auch! Niemand zwingt irgendwen dieses Buch oder den Film zu lesen oder zu sehen, aber sich aufgrund von Rezensionen und Inhaltsangaben tatsächlich herauszunehmen sich eine Meinung bilden zu können, kann ich nicht unterstützen.
      Ich habe die Bücher alle gelesen und ich muss sagen sicher ist es teils sehr extrem was da zwischen den beiden passiert, allerdings geht es hier absolut nicht darum, dass sexueller Missbrauch verherrlicht wird. Sie tut es freiwillig und hat Spaß daran, auch Schmerzen können erregend sein, mag sein nicht für jeden aber das Buch will ja auch nicht, dass es jeder nach Macht, sondern es erzählt einfach nur eine Geschichte. Jeder kann sich da was für sich rauspicken oder er lässt es. Ich lebe in einer Beziehung und diese hat absolut nicht darunter gelitten, dass ich die Bücher las.
      Also Buch lesen und dann Meinung bilden oder leise sein. Danke.

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  4. Vermerk: Ich habe die Bücher nicht gelesen und weiß nicht ob ich mir den (laut Kinokritiken) schlecht umgesetzten Film jemals anschauen werde.

    Ich wollte dennoch ein paar Worte loswerden – Ich finde, es ist in einigen Punkten schon überspitzt dargestellt.
    Viele neugierige und experementierfreudige Paare entscheiden sich häufig für alternative Sexpraktiken, um ihre Beziehung zu retten oder aufzupeppeln. Das funktioniert bei einigen Paaren besonders gut, bei anderen widerum weniger gut, weil vielleicht nur ein Partner bereit war, der andere jedoch nicht. Immer wieder höre ich von neuen Beziehungskonstellationen die nichts mit der traditionellen Form von Beziehung gemein haben und dennoch gut zu funktionieren scheinen (z.B. Polyamorie).
    Sobald Zwang und Unterwerfung ohne Einwilligung des anderen erfolgt, ist es Missbrauch. Doch wenn der andere einwilligt – aus welchen Gründen auch immer – ist es legitim und jedes Paar entscheidet ganz persönlich, ob es denen gefällt oder sie es sein lassen sollen. Wir sind frei zu tun und zu lassen was wir wollen, wenn wir bereit sind mit den Konsequenzen zu leben. Das vergessen leider viele wenn sie z.B. eine Affäre beginnen oder eine Pornosucht entwickeln durch zu häufiges Pornogeschaue.
    Dabei muss ich aus Erfahrung sagen, dass Freiheit und Vertrauen die beiden wichtigsten Parameter in einer Beziehung sind. Sie sind wie Anker in turbulenten Zeiten einer Beziehung. Wenn ich die Freiheit spüre alle meine Sehnsüchte und Begierden mit meinem Partner teilen zu können, dann steht dahinter tiefstes Vertrauen. Und tiefstes Vertrauen kann nur durch Ehrlichkeit erzeugt werden. Ist man jedoch nicht frei mit dem Partner alles zu teilen, dann sollten man die Segel setzen. Das ist keine gute Basis für eine glückliche Beziehung.
    Wenn beide damit einverstanden sind “rumzuexperimentieren”, dann sehe ich darin nichts Verwerfliches. Wenn also Anastasia sich jederzeit aus dem “Vertrag” lösen kann, dann soll es so sein, ihr Entschluss.
    Eine Sache habe ich im Laufe einer langen Beziehung gelernt: Lass Dir von niemanden einreden wie Du deine Beziehung/Sex ausleben solltes. Im Gegenteil, lass Dich inspirieren (du bist erwachsen und weißt was du willst und was nicht) und teile diese Wünsche deinem Partner mit. Es gibt kein gut und schlecht. Die Welt da draußen hat viele Facetten von Sexualität und Liebe. Diese auf das Traditionelle zu reduzieren wäre eine Verschwendung!

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  5. …. so ein text nur um zu beschreiben wie realitätsfern der Film/das Buch ist?? Gratulation zu der Erkenntnis. Unter dieser Voraussetzung dürfte man keine sci-fi, keine fantasy, keine horror und keine Actionfilme gucken. Am besten nur Biografien, denn die beschreiben nur das Reale…. Da hier die Altersgrenze 16 gesetzt wurde, attestiere ich den Zuschauern das logische Verständnis dafür, das Filme oder Bücher Scheinwelten beschreiben. Natürlich ist die Neugier nach dem Unbekannten in vielen Fällen mit der Gefahr verbunden arg auf die Schnauze zu fallen, wenn man es dann selbst probieren möchte. Dagegen ist es aber gut, dass sich diesem Thema gewidmet wurde, noch vor ein paar Jahren galten Leute mit diesen Vorlieben als Freaks. Hier wird also Lust auf unbekanntes gemacht und die Verkaufszahlen sprechen für sich. Solang man dies mit der nötigen Klarsicht betrachtet ist das alles in Ordnung. Für aber all jene, die diese nicht besitzen ist dieser Artikel genau der Richtige… lg Jam Neil ( sucht mich auf youtube 😉 )

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  6. Ich denke dieser Artikel ist etwas einseitig betrachtet. Für jeden liegen die Grenzen wo ansers. Und man muß für sich selber prüfen was ok ist. Ich kenne Paare die diesen Film zusammen gucken oder das Buch zusammen gelesen haben. Auch gibt es in christlichen Kreisen viel zu viele Paare die Probleme in ihrem Sexualleben haben weil immer wieder gepredigt wird bur Blümchensex sei ok und das ganze Thema ist mit Scharm besetzt. Ich finde es schlimm dass durch genau dieses Thema druck auf Menschen aufgebaut wird und es gibt zu viele Menschen die durch diese Moralpredigten mit eibem schlechten Gewissen rum rennen. Ich bin Christ und ich werde den Film gucken. Und das gerne und ohne schlechtes Gewissen. ..weil ich gut zwischen Realität und Film unterscheiden kann. Was ist mit all den Walt Disney Filmen? Die vermittelt doch au ch ein falsches Bild von Liebe!

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  7. Also es tut mir wirklich leid, aber so einseitig kann das Thema nicht dargestellt werden und schon gar nicht, wenn der Kritiker, in diesem Fall eine bestimmt nicht oberflächliche Dame, sich mit den Grundlagen absolut nicht beschäftigt hat. Ich fürchte, dass es zwar möglich ist Kritik an einem hochgejubelten Film und deutlich überbewerteter Romane zu hegen, aber die wirkliche Thematik BDSM, das etwas andere Verlangen einfach nur als Missbrauch ab zu tun funktioniert nur dann, wenn man es erstens nie versucht hat und zweitens sich mit den Grundlagen an sich nicht auseinander setzen will. Mein Vorschlag – Bitte tiefgreifendere Recherchen und den Selbstversuch nicht scheuen.

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  8. Kritik basierend auf anderen Kriterien oder Inhaltsangaben ist ziemlich schwach!!! Es ist alles doch mehr als oberflächlich betrachtet! Eigentlich geht es in den Büchern um so viel mehr als Sex. Und Misshandlung wird auch nicht als normal dargestellt! Grey ist geschädigt, das was er in seiner Kindheit durch gemacht hat, ist schon höchst verstörend. Dazu dann noch das was in seiner Jugend passiert ist vervollständigt die kaputte Psyche. Er ist krank aber mein Monster. Im übrigen Ana unterzeichnet den Vertrag zwar, aber es werden Einschränkungen getroffen und Außerdem ist ja das entscheidende, dass sie sich oft wiedersetzt, ihm viel mehr geben will und ihm langsam begreiflich macht das er seine Vergangenheit und seinen damit verbundenen Schmerz los lassen muss. Das er es zulassen muss, geliebt zu werden. Genau das ist doch der Wendepunkt. Sie bleibt auch wenn es nicht einfach ist. Warum bleibt sie???- Nein, nicht weil er so sexy ist oder weil sie BDSM geil findet! Sie sieht den Mann der hinter all dem Schmerz und der Verzweiflung ist. Sie bleibt weil sie ihn liebt und diese augenscheinlich völlig fehl platzierte Liebe und das Vertrauen in ihn, sind es die ihm helfen und “heilen”. Ihm zeigen das es okay ist verletzlich zu sein, okay ist geliebt zu werden, das er mehr wert ist als er dachte und das Zärtlichkeit auch in ihm ist und er sie geben und annehmen kann.

    Es geht wie gesagt um so viel mehr als Sex, – Kindesmisshandlung, schwere Traumata, Aggressionen und die daraus entstandene Psyche. Ich persönlich glaube auch, dass es wahrscheinlich noch harmlos ist, ich befürchte es gibt Menschen die das Erlebte wesentlich brutaler und ohne Rücksicht, ohne gemeinsames Einverständnis und auch auf anderen unsschönen wegen “verarbeiten”.

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  9. Ich verstehe nicht warum man sich so sehr über ein Buch aufregt und es noch nicht mal gelesen hat? Und wieso beschäftigt man sich dann überhaupt damit und liest sich die Rezensionen durch? Also nach dem Buch hatte ich keinen Verlangen auf BDSM oder ähnliches. Und niemand ist ja gezwungen sich das durchzulesen oder es anzuschauen.

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  10. Hi Bernd und Andere,

    ich habe den Film nicht vor zu sehen, nicht das Buch gelesen, kenne allerdings genug Pornos und die auch in Bücherform. Mich erregt auch so Einiges, allerdings ist die Aussage, man solle es doch mal selber erst versuchen, völlig daneben, denn…manch einer weiß was er nicht will und dann hat der Partner das “Nein” auch unmissverständlich zu akzeptieren.
    Das schreibe ich, nach Jahren einer Ehe, in der Missbrauch völlig normal war, weils angeblich andere Frauen ja liebten Anal gevögelt zu werden.
    Ich hasste es, konnte mich leider nicht richtig wehren, eben irgendwie falsch erzogen, das “Nein” fehlte zu oft…
    Als dann der Mann noch meinte, Jahre später, vor Gericht; er hatte Kinderpornographie verbreitet, getauscht…er hätte das doch tun müssen, denn der Umgang mit seinen Kindern wurde ihm ja durch mich verweigert und irgendwoher musste er ja Kinder….hats mich endgültig zerrissen…

    Ein “Nein” ist und bleibt ein “Nein” das nicht mit einem “Probiers doch mal, du wirst es dann gewiss lieben” nicht zu umgehen und zu begreifen ist..Liebe ist bedingungslos und akzeptiert den Anderen wie er ist und…vor Allem das…sie ist nicht einseitig.

    Ist ja nett, wenns bei den Buch- und Filmprotagonisten geklappt hat…bei uns führte es zu einer Scheidung .

    Wenn nun einer halt zum Sexshop oder Baumarkt rennt, weil mans mal zusammen probieren will…warum nicht, wenn aber einer Zweifel anmeldet, nicht daher kommen und überreden bis zum Geht-Nicht-Mehr…und der blöde Spruch ; “Wenn eine Frau Nein sagt meint sie Ja”..den sollte man in irgendeine Mottenkiste werfen und verkommen lassen…

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  11. A Psychiatrist’s Letter to Young People About 50 Shades of Grey

    “There’s nothing gray about Fifty Shades of Grey. It’s all black.

    50 I help people who are broken inside. I ask questions, and listen carefully to the answers.

    One thing I’ve learned is that young people are utterly confused about love — finding it and keeping it. They make poor choices, and end up in lots of pain.

    I don’t want you to suffer like the people I see in my office, so I’m warning you about a new movie called Fifty Shades of Grey. Even if you don’t see the film, its toxic message is seeping into our culture, and could plant dangerous ideas in your head.

    Fifty Shades of Grey is being released for Valentine’s Day, so you’ll think it’s a romance, but don’t fall for it. The movie is actually about a sick, dangerous relationship filled with physical and emotional abuse. It seems glamorous, because the actors are gorgeous, have expensive cars and planes, and Beyonce is singing. You might conclude that Christian and Ana are cool, and that their relationship is acceptable.

    Don’t allow yourself to be manipulated! The people behind the movie just want your money; they have no concern whatsoever about you and your dreams.

    Abuse is not glamorous or cool. It is never OK, under any circumstances.

    This is what you need to know about Fifty Shades of Grey: as a child, Christian Grey was terribly neglected. He is confused about love because he never experienced the real thing. In his mind, love is tangled up with bad feelings like pain and embarrassment. Christian enjoys hurting women in bizarre ways. Anastasia is an immature girl who falls for Christian’s looks and wealth, and foolishly goes along with his desires.

    In the real world, this story would end badly, with Christian in jail, and Ana in a shelter — or morgue. Or Christian would continue beating Ana, and she’d stay and suffer. Either way, their lives would most definitely not be a fairy tale. Trust me on this one.

    As a doctor, I’m urging you: DON’T see Fifty Shades of Grey. Get informed, learn the facts, and explain to your friends why they shouldn’t see it either.

    Here are a few of the dangerous ideas promoted by Fifty Shades of Grey:

    1. Girls want guys like Christian who order them around and get rough.

    No! A psychologically healthy woman avoids pain. She wants to feel safe, respected and cared for by a man she can trust. She dreams about wedding gowns, not handcuffs.

    2. Guys want a girl like Anastasia who is meek and insecure.

    Wrong. A psychologically healthy man wants a woman who can stand up for herself. If he is out of line, he wants her to set him straight.

    3. Anastasia exercises free choice when she consents to being hurt, so no one can judge her decision.

    Flawed logic. Sure, Anastasia had free choice — and she chose poorly. A self-destructive decision is a bad decision.

    4. Anastasia makes choices about Christian in a thoughtful and detached manner.

    Doubtful. Christian constantly supplies Anastasia with alcohol, impairing her judgment. Also, Anastasia becomes sexually active with Christian — her first experience ever — soon after meeting him. Neuroscience suggests their intimacy could jump start her feelings of attachment and trust, before she’s certain he deserved them. Sex is a powerful experience — particularly the first time. Finally, Christian manipulates Anastasia into signing an agreement prohibiting her from telling anyone that he is a long time abuser.

    Alcohol, sex, manipulation — hardly the ingredients of a thoughtful, detached decision.

    

5. Christian’s emotional problems are cured by Anastasia’s love.

    

Only in a movie. In the real world, Christian wouldn’t change to any significant degree. If Anastasia was fulfilled by helping emotionally disturbed people, she should have become a psychiatrist or social worker.

    

6. It’s good to experiment with sexuality.

    The bottom line: the ideas of Fifty Shades of Grey are dangerous, and can lead to confusion and poor decisions about love.

    Maybe for adults in a healthy, long term, committed, monogamous relationship, AKA “marriage”. Otherwise, you’re at high risk for STDs, pregnancy, and sexual assault. It’s wise to be very careful who you allow to get close to you, physically and emotionally, because just one encounter can throw you off track and change your life forever.

    The bottom line: the ideas of Fifty Shades of Grey are dangerous, and can lead to confusion and poor decisions about love. There are vast differences between healthy and unhealthy relationships, but the movie blurs those differences, so you begin to wonder: “What’s healthy in a relationship? What’s sick? There are so many shades of grey — I’m not sure.”

    Listen, it’s your safety and future we’re talking about here. There’s no room for doubt: An intimate relationship that includes violence, consensual or not, is completely unacceptable.

    This is black and white. There are no shades of grey here. Not even one”.

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  12. Für das, dass du das Buch NICHT gelesen hast, kennst dich mit dem Inhalt ganz schön gut aus… Also Grund #5 zeigt sehr viele interessante Aspekte, die mir als Nichtleser dieses Buches absolut nichts sagen – aber du weißt wer mit wem wo verstrickt ist. Komisch.

    Ich habs nicht gelesen, weil es langweilig ist. Und ich sollte da ein wenig Ahnung haben, denn meine Diplomarbeit im Jahr 2002 handelte von “Erotik in der Gegenwartsliteratur” bzw. habe ich bei meiner Abhandlung 3 verschiedene Frauentypen herausgearbeitet: die Hure, die Nonne und die Mutter. Ich war zugegeben schon manchmal sehr schockiert von der Literatur wie Mutzenbacher, Marquis de Sade und Bachmann. Aber 50 sheets of Grey – nein – ich hab einen Teil der Triologie geschenkt bekommen und dieser verstaubt im Nachtkästchen – da gibt es bessere Literatur in diesem Genre.

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  13. oh, Jungfrau Maria persönlich… Wenn man sich das so durchliest könnte man meinen eine Jungfrau hätte das verfasst. Aber Sex hatten sie schonmal? bzw. keinen Blümchensex mit Licht aus und unter der Bettdecke. Dieser Bericht ist vielleicht nicht schlecht, aber viel zu einseitig und die Fakten sind zu sehr aus der Luft gegriffen. Hätten sie das Buch gelesen würden sie wissen dass der Anteil von erotischen Szenen (welche ich als BDSM und ähnliches zählen würde) sehr gering ist. und im film ist das noch weniger. Hauptsächlich geht es um dieses “geheime Verlangen“ von Ana, diese Neugierde nach dem unbekannten.
    Für pubertierende ist das vielleicht wirklich nichts, weil es diesen Fakt “ ich habe sex um ihm zu gefallen“ natürlich gibt, aber jeder liest das heraus was er lesen will

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